Eine Parodontose, Ihr Zahnarzt nennt sie Parodontitis, ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates. Ursache für Parodontose ist meist die Wechselwirkung zwischen aggressiven Belägen auf der Zahnoberfläche und Bakterien. Unbehandelt führt Parodontose zum Zahnverlust. Eine zweistufige Behandlung mindert die Entzündung: Als Erstes entfernt der Zahnarzt durch eine professionelle Zahnreinigung Zahnbeläge im sichtbaren Bereich und durch eine Parodontosebehandlung hart gewordene Ablagerungen in Zahnfleischtaschen. Zweitens muss jeder selbst seine Zahnpflege-Gewohnheiten umstellen, um Parodontose zu behandeln:

  1. Vor allem am Übergang von Zähnen zum Zahnfleisch gründlich Zähneputzen und Putzrichtung „Von Rot nach Weiß" einhalten. Dadurch werden Plaques nicht unter das Zahnfleisch gebürstet.
  2. Bei Parodontose besonders gründlich auch in Zahnzwischenräumen Zahnpflege betreiben. Spezielle Zahnpflegeprodukte wie Interdentalbürsten sind deshalb unverzichtbar. Sie schieben ihre feinen Borsten auch unter das anliegende Zahnfleisch in die Zahnfleischtaschen.
  3. Einbüschelzahnbürsten eignen sich zur Zahnpflege bei Parodontose ebenfalls gut. Sie säubern selbst in Zahnfleischtaschen und entfernen Beläge durch ein konzentriertes Borstenfeld punktgenau.
Tipp von Dr. Thomsen

"Bei festsitzendem Zahnersatz liegt das Zahnfleisch nicht mehr so eng an, wie bei eigenen Zähnen. Deshalb neben Zahnzwischenräumen an Übergängen zum Zahnfleisch - zum Beispiel mit der Einbüschelzahnbürste - besonders gründlich putzen. Eine gründliche Zahnzwischenraumpflege minimiert zudem das Risiko von Parodontitis und Periimplantitis. So sieht Zahnersatz mehr als 20 Jahre lang gesund aus."