Zahnfleischentzündung

Nahezu jeder Erwachsene in Deutschland hat eine Zahnfleischentzündung. Sie äußert sich hauptsächlich durch Zahnfleischbluten beim Zähneputzen oder bei der Anwendung von
Interdentalbürsten und Zahnseide.
Bei fortwährend schlechter Mundhygiene kann das Immunsystem überfordert werden und aus einer Zahnfleischentzündung kann sich eine Parodontitis (Parodontose) entwickeln. Bleibt diese ebenfalls unbehandelt, droht der Zahnverlust.
Die gute Nachricht: du kannst selbst am allerbesten dafür sorgen, dass es nicht soweit kommt. Im folgenden Abschnitt lernst Du, was eine Zahnfleischentzündung ist, wie Sie entsteht und was man tun kann, um eine Zahnfleischentzündung in den Griff zu bekommen bzw. dieser gar vorzubeugen.

Zahnfleischentzündung Ursachen

Ursache für die Zahnfleischentzündung ist eine Entzündung der Gewebe, die den Zahn umgeben. Diese Entzündung wird durch Bakterien hervorgerufen. Bakterien im Mund sind etwas ganz Normales. In jedem Mund leben mehr davon als Menschen auf der Erde.
Vereinfacht kann man Sie wie folgt unterscheiden:

  1. Gutartige Bakterien. Sie sind nicht krankheitsauslösend und wichtig für deine Mundflora.
  2. Bösartige Bakterien. Diese sind krankheitsauslösend und fügen deinen Zähnen und deinem
    Zahnfleisch Schaden zu.

Auch die bösartigen Bakterien siedeln sich in deinen Zahnbelägen an; sie leben darin. Dort können Sie sich ernähren und durch Zellteilung rasend schnell vermehren.
Da Sie Lebewesen (Einzeller) sind, scheiden Sie nach der Nahrungsaufnahme auch gewisse Abfallprodukte aus. Bei den bösartigen Bakterien sind diese Abfallprodukte Giftstoffe (sog. Toxine). Dieser dauerhafte „Beschuss mit Giftstoffen“ verursacht eine Entzündung deines Zahnfleischs. Dieser Prozess wiederholt sich Stunde für Stunde und Tag für Tag, so lange Zahnbelag auf deinen Zähnen vorhanden ist.

Symptome einer Zahnfleischentzündung erkennen

1.

Schwellung: Die Antwort des Körpers auf die ausgeschiedenen Giftstoffe der Bakterien lautet: Immunabwehr. Als Reaktion auf die Entzündung sorgt dein Körper dafür, dass das Zahnfleisch stärker durchblutet wird. Die Gefäße werden durchlässiger für das Durchdringen der körpereigenen Abwehrstoffe. Das Zahnfleisch schwillt dadurch an. Dies ist das erste auftretende Symptom einer Zahnfleischentzündung.

2.

Blutung: Aufgrund der vorliegenden Entzündung reagiert dein Zahnfleisch auf Berührung empfindlich. Deshalb treten bei Kontakt – zum Beispiel durch Zähneputzen oder Anwendung von Interdentalbürsten und Zahnseide – häufig Blutungen des Zahnfleisches auf.

3.

Farbe des Zahnfleischs: Gesundes Zahnfleisch ist blassrosa. Entzündetes Zahnfleisch ist hingegen rötlich bis dunkelrot oder sogar bläulich. Folgende Bilder zeigen entzündetes Zahnfleisch (links) und gesundes Zahnfleisch (rechts)

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Behandlung und Vorbeugung

Die Zahnfleischentzündung kannst du selbst behandeln, durch konsequente, tägliche Mundhygiene, sowie die Nutzung von Interdentalbürsten. Weiter ist eine regelmäßige Behandlung in der Zahnarztpraxis mittels Professionellen Zahnreinigung (PZR) nötig.
Wenn du täglich den Zahnbelag auf deinen Zähnen und in den Zahnzwischenräumen entfernst, erreichst du Folgendes:
Du verringerst die Anzahl der schädlichen Bakterien und ihres Nährbodens. Wenn die Bakterien sich nicht „ernähren“ können, können Sie auch keine schädlichen Giftstoffe ausscheiden. So hat eine Zahnfleischentzündung bei dir keine Chance.

Falls bei dir eine Zahnfleischentzündung bereits vorhanden ist, wirst Du bei täglicher Mundhygiene feststellen, wie dein Zahnfleischbluten von Tag zu Tag weniger wird und nach spätestens 7-10 Tagen verschwindet. Falls das Bluten an manchen Stellen nicht aufhört, suche deinen Zahnarzt auf. Dieser wird untersuchen, ob bei dir eine Parodontitis vorliegt.

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